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So funktioniert der Muscle Memory Effect!!!

veröffentlicht am 26.03.2021

Verletzungen, Krankheiten und jetzt auch noch Corona-Lockdown… manchmal stoßen wir im Leben auf Hindernisse, die es uns schwer, wenn nicht gar unmöglich machen, unseren Trainingsplan weiterhin durchzuziehen. Das ist kein Grund, sich zu ärgern, denn zum Glück sind Deine Muskeln schlauer als Du denkst. „Muscle Memory Effect“ nennt sich der Effekt, der auch nach einer längeren Pause dafür sorgt, dass du schnell wieder in Form kommst.

Der Muscle Memory Effect, also das ‚Muskelgedächtnis‘ beschreibt die Fähigkeit Deiner Muskeln, auf Reize, die Dein Körper bereits kennt, schnell wieder zu reagieren und sich anzupassen. Wenn Dein Körper es also gewohnt ist, mehrmals die Woche schwere Kniebeugen zu machen, wird er durch eine mehrwöchige Pause nicht komplett zurückgeworfen, denn nicht nur Du erinnerst Dich an alte, bessere Trainingszeiten. Auch Dein Körper tut es und reagiert mit Anpassungen, sobald Du wieder mit dem Training loslegst. Deine Muskelmasse, die bereits bestand, wird nach einer Pause schneller wieder aufgebaut, als beim erstmaligen Aufbau. So wirst Du als jemand, der schon eine gewisse Zeit lang trainiert, viel schneller wieder fit als jemand, der gerade erst mit dem Training startet und von null anfangen muss.

So funktioniert der Muscle Memory Effect

Wieso aber kann ein trainierter Körper nach einer Pause schneller wieder aufbauen? Die Antwort ist ganz einfach: Wenn Du regelmäßig Sport treibst, speichert dein Körper die Informationen dafür. Gleich an zwei Orten, um genau zu sein denn zum einen, wird die Information im Gehirn gespeichert, wo der Bewegungsablauf ganz genau vermerkt ist (deshalb kannst Du zum Beispiel auch, wenn du ein ganzes Jahr lang nicht Skifahren warst, immer noch auf den Brettern stehen). Zum anderen merken sich auch die Muskelzellen, dass Du trainiert hast. In ihnen steckt in dem das strukturelle Gedächtnis, das mit Anpassungen auf Trainingsreize reagiert.

Um Letzteres zu verstehen, macht es Sinn, sich den Prozess des Muskelaufbaus genauer anzugucken. Laut einer Studie aus Norwegen verdoppeln sich beim Muskelaufbau die Zellenkerne in den Muskeln. Nach dem Aufbau bleiben diese neu gebildeten Zellkerne bestehen, auch wenn eine Trainingspause eingelegt wird. Deine Muskeln werden dann zwar flacher und büßen an Volumen ein, die Anlagen für deinen Muskelaufbau sind dennoch vorhanden, deshalb kann Dein Körper in verhältnismäßig kurzer Zeit wieder zu seinem alten Trainingszustand zurückfinden. Das ist doch irgendwie beruhigend zu wissen, oder? Damit es noch besser klappt mit dem Wiedereinstieg, haben wir hier drei Tipps für Dich:

Wiedereinstieg ins Training – so klappt’s

  1. Vergleiche Dich nicht mit deinem vorherigen Trainingslevel. Nach einer langen Pause ist es normal, dass du nicht so fit wie vorher bist. Vertraue darauf, dass Du Deinen alten Zustand wieder erreichst – Deine Muskeln machen das schon.
  2. Steigere dich langsam. Lern erst wieder den Bewegungsablauf, bevor Du Gewicht auflegst. Erst, wenn die Bewegung sauber ist und keinerlei Verletzungsgefahr besteht, solltest Du Dein Ego mit trainieren lassen.
  3. Sobald du wieder Gewicht auflegen kannst, starte so, dass Du anfangs 3 Wiederholungen in Reservehast, die du in den nächsten Wochen reduzierst.

Lass dich, solange Du pausieren musst, nicht verrückt machen. Du wirst schneller wieder fit werden, als Du jetzt denkst, versprochen!

 

So funktioniert der Muscle Memory Effect!!!